Akt II · Wer ich bin · An Christoph und Stefan
So viel zur Geschichte
von Mission Solar.
Jetzt kommt meine.
Eine Firma ist immer auch die Summe der Geschichten der Menschen, die sie tragen. Ihr beide habt eure mitgebracht — Aufbauleistung, Entscheidungen, Risiko. Bevor wir aber über meine Provision sprechen, müsst ihr meine kennen. Nicht als Bewerbung. Als Werdegang eines dritten Unternehmers am Tisch.
Erfolg ist kein Zufall
Du sagst selbst gerne, Stefan: Erfolg ist kein Zufall. Da hast du recht. Und genau deshalb gehört etwas auf den Tisch, das ich in den vergangenen Jahren nie offen ausgesprochen habe.
Christoph, Stefan — ihr habt mich in der schwächsten Phase meines Lebens kennengelernt. Frisch aus einem Konkurs, körperlich, mental und finanziell am Limit. Wenn ihr ein Bild von mir habt, dann basiert dieses Bild auf dem Julian, der ich an meinem Tiefpunkt war. Das ist eine schiefe Datengrundlage — und ich glaube, sie ist mit ein Grund, warum sich zwischen uns ein Verhältnis eingeschlichen hat, das der Situation nicht mehr gerecht wird.
Und die sieht anders aus. Ich bin nicht dort gestartet, wo ihr gestartet seid. Mit 16 musste ich mein Zuhause verlassen und war auf mich allein gestellt. Die Schule musste ich abbrechen, um Geld zu verdienen. Mit 360 Euro Lehrlingsgehalt habe ich eine Abstellkammer von vier Quadratmetern gemietet, ohne Fenster — und in dieser Kammer habe ich drei Jahre lang gelebt. Neben der Lehre habe ich abends Teller gewaschen, oft bis Mitternacht, um morgens um fünf wieder im Werksbus zu sitzen. Die meisten Wochenenden habe ich gearbeitet — nicht, um etwas aufzubauen. Nicht, um zu sparen. Um zu überleben.
Mit 19 bin ich zusammengebrochen. Drei Jahre lang 80-Stunden-Wochen, nur um über Wasser zu bleiben — irgendwann ging es nicht mehr. Ich war erschöpft, am Boden, ohne Perspektive. Ich war obdachlos und drogenabhängig. Nicht auf der Couch eines Freundes. Auf der Straße. Hätte mir damals jemand gesagt, wie weit ich es noch bringen werde — ich hätte es nie geglaubt.
Mit 20 habe ich dann den Vertrieb entdeckt. Und meine Stärken darin. Meinen ersten Vertriebsjob hatte ich bei Greenpeace als Fundraiser — Verkauf von gutem Gewissen an Leute, die nicht mal stehenbleiben oder zuhören wollten. Schon ab meiner ersten Woche war ich Österreichs bester Werber. Acht Wochen in Folge, bis ich direkt zum Teamleiter und kurz darauf zum jüngsten Kampagnenleiter im Land aufgestiegen bin.
Innerhalb weniger Jahre habe ich mich von Vertriebsjob zu Vertriebsjob hochgearbeitet — mit 26 war ich der jüngste Senior Vertriebsingenieur in einem DACH-Vertriebsteam von 80 Vertrieblern, in einem weltweit agierenden Konzern. Als einziger ohne technisches Studium, und mit großem Abstand jüngster im Team. Ich habe eigenverantwortlich Konzerne betreut, wie Swarovski, Hilti, Blum, Doppelmayer, Liebherr, Sandoz nur um einige zu nennen, habe acht-stellige Jahresumsätze verantwortet und zwei Jahre lang die höchsten Zuwachsraten Österreichs geliefert — und das in einer Branche, von der ich anfangs de facto keine Ahnung hatte. Mit 26 habe ich mehr verdient als meine Eltern zusammen. Mit 28 bin ich in die Selbstständigkeit gegangen.
Bewertet mich nicht an dieser einen Phase. Bewertet mich an der gesamten Linie.
Dann kam die Immobilienbranche. Ohne Vorwissen, ohne Bauerfahrung, ohne Eigenkapital, ohne Mentoren, bis zuletzt ohne Bank. Das erste Projekt (€ 1.300.000 Baukosten) sogar ohne Investoren — sondern nur mit dem gewonnenen Vertrauen aller Lieferanten, dass ich sie mit den Baufortschrittszahlungen bezahlen werde. Ihr kennt die Baubranche, ihr wisst, was dies hier bedeutet — selbst meine besten Freunde haben mich für verrückt erklärt, für größenwahnsinnig und sie hatten Recht, es war Größenwahn — dennoch habe ich es weiter gebracht, als irgendjemand mir zugetraut hätte. Am Ende bin ich gescheitert. Ich könnte unglückliche Umstände heranziehen, und ja, es waren genügend da. Aber ich übernehme die Verantwortung: Ich habe versagt. Ich hab den unternehmerischen Mund zu voll genommen und hatte die Zahlen nicht unter Kontrolle. Ich hätte mich viel früher auf meine Kernkompetenzen fokussieren sollen — den Verkauf — die einzige Kompetenz, die mich in der Immobilienbranche überhaupt so weit kommen hat lassen, seien wir ehrlich an dieser Stelle. Menschlich möchte ich diese Phase nicht missen — sie hat mich härter gemacht. Aber die Lehre habe ich gezogen, und sie war teuer.
ABER: In allem davor und in allem nach dieser Episode war ich erfolgreich. In jeder Firma war ich der beste Closer. Tagesrekorde. Wochenrekorde. Monatsrekorde. Rekorde, die teils bis heute ungebrochen sind. Dieser Werdegang ist mit Blut, Schweiß und Tränen erkämpft. Nichts davon ist mir geschenkt worden.
Das sage ich nicht, um mich groß zu machen. Ich sage es, weil ihr es wissen müsst, bevor wir über Wert und Leistung verhandeln. Was ihr in den letzten Jahren gesehen habt, war ein Auszug. Nicht die Kurve.
Eine Frage der Kurve
Wenn ihr meine Performance der letzten Jahre als Linie zeichnet, seht ihr wahrscheinlich eine relativ konstante Kurve mit einem Einbruch 2022 bis 2024 — die Konkurs- und Kosovo-Phase. Aber das ist die kurze Sicht. Die lange Kurve hat ganz unten begonnen, in einer Abstellkammer mit vier Quadratmetern. Sie ist trotz aller Rückschläge weiter nach oben gegangen — nach jedem Rückschlag höher als zuvor. Und sie geht weiter nach oben.
Christoph, Stefan — ihr seid beide sehr erfolgreich. Und ich verstehe, dass ihr mich, so wie ihr mich kennengelernt habt, in ungefähr eurem Alter, nicht auf Augenhöhe wahrnehmen konntet. Das ist nachvollziehbar in der Situation, in der wir uns kennengelernt haben — und ich nehme euch das nicht übel. Aber in Anbetracht meiner Geschichte und meiner Lebens- und Erfolgskurve solltet ihr das überdenken. Ich mag durch das Scheitern in der Immobilienbranche einen Rücksetzer gehabt haben — aber der Trend geht, wie bei euch beiden, nach oben. Als selbstständiger Unternehmer, der genauso mit Fleiß, Risiko und Verantwortung etwas aufbaut, mit allen Risiken, die die Selbstständigkeit mit sich bringt — nicht als Mitarbeiter, der seinen Job macht, mit allen Vorzügen und Sicherheiten.
Ich wachse. Ich werde weiter wachsen. Die Frage ist nicht, ob — sondern mit wem. Entweder ihr erkennt die Chance, dass dieses Wachstum mit Mission Solar passiert. Oder ihr werdet mich mit jemand anderem wachsen sehen. Beides ist legitim. Aber beides hat Konsequenzen — und genau deshalb sprechen wir jetzt darüber.
Was 2024 für mich bedeutet hat
Kosovo · Sommer 2024
Stefan, dir möchte ich an dieser Stelle besonders danken. 2024 war eine der schwersten Phasen meines Lebens — und ich sage euch beiden ehrlich, was das hieß. Ich war im Kosovo Opfer eines kriminellen Betrügers. Statt mit leeren Händen das Land zu verlassen und das Weite zu suchen, habe ich mich entschlossen für meine Sache zu kämpfen — ein Anwalt half hier aber nichts. Ich musste Schutz bei einer kriminellen Gruppe suchen, um mich vor einer anderen kriminellen Gruppe zu schützen — ein Ausflug in eine Welt, in die ich selbst nie gehört habe. Parallel war ich finanziell am Boden, frisch aus einem Konkurs, ohne Reserven, ohne Sicherheitsnetz. Es kam zu mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen. Mir wurde mit dem Tod gedroht, mit Verschleppung, mit Folter, falls ich das Land nicht verlasse — ich saß zum Höhepunkt der Eskalation sogar kurz im Gefängnis. Es war einer der absoluten Tiefpunkte meines Lebens — und gleichzeitig eine der größten Prüfungen, die ich nicht nur bestanden habe — ich habe diesen Krieg wortwörtlich gewonnen — auch wenn ich körperliche Schäden davon getragen habe, die mich ein Leben lang beeinträchtigen werden.
Und in dieser Zeit, Stefan, warst du da. In einer Form, die nicht selbstverständlich ist. Loyalität kann man nicht einfordern. Sie wird gegeben oder nicht. Du hast sie gegeben. Das vergesse ich dir niemals — und es hat dich zu einem meiner besten Freunde fürs Leben gemacht. Dir gilt deshalb meine lebenslange Loyalität.
Und trotzdem habe ich geliefert
Während ich monatelang in einer Realität gelebt habe, in der ich jederzeit damit rechnen musste, dass bewaffnete Kriminelle die Tür eintreten, um mich zu holen. Während ich mit Blessuren und Halskrause in Online-Planungs-Terminen mit unseren Kunden gesessen bin, mit Kriegswerkzeugen griffbereit am Tisch liegen, die ich hier nicht beim Namen nennen kann, ohne strafrechtlich auf Glatteis zu kommen — Mittel zur Selbstverteidigung, falls genau dieser Ernstfall eintritt. Während ich Anrufe entgegennahm, bei denen ich nicht wusste, ob am anderen Ende ein Kunde oder eine Drohung wartet.
In genau diesem Jahr habe ich für Mission Solar Zahlen geliefert, die für sich gestanden haben. Was ihr an Loyalität investiert habt, habt ihr wirtschaftlich zurückbekommen — mit Zinsen. Wir sind keine Seite, die der anderen etwas schuldet.
Jetzt bin ich wieder da. Körperlich fitter denn je. Mental fitter denn je. Gewachsen aus den Herausforderungen, durch die ich gegangen bin. Hungrig wie in meinen besten unternehmerischen Jahren — mit dem Standing und den Optionen, die ich 2024 nicht hatte.
Meine persönliche Entwicklung und Ziele
2025 war ein Jahr der Erholung — in dem ich nebenbei eine persönliche Erfolgsgeschichte geschrieben habe. Im Sommer 2024 stand ich bei 112 kg, fettleibig, unsportlich, psychisch und physisch am Tiefpunkt angelangt. In nur einem Jahr habe ich 22 kg Fett verloren und gleichzeitig 14 kg Muskelmasse aufgebaut — natural — auch hier haben mir Leute gesagt das sei verrückt, als ich ihnen mein Ziel voraussagte bis zum nächsten Sommer einen Sixpack zu haben, auch hier hieß es ich sei ein Träumer. Ich hab es bewiesen — mit 4 h Sport täglich, mit eiserner Disziplin und Willenskraft Werte erreicht, die selbst in der Szene als unmöglich gelten. Warum erwähne ich das? Ja, auch weil ich stolz darauf bin. Aber vor allem, um euch zu zeigen: Ich bin jemand, der seine Ziele verfolgt — der sich festbeißt, diszipliniert seinen Weg geht und dabei die Grenzen des „Möglichen" schon oft überschritten hat. Das habe ich mehrfach bewiesen, im Berufsleben, in privaten Angelegenheiten und zuletzt in der Fitness-Welt.
Ja ich weiß, oben-ohne Fotos in einem beruflichen Kontext zu zeigen ist irgendwie Fehl am Platz — vor allem für jemanden wie mich, der nicht mal irgendwas auf Social Media postet. Aber ich tu es trotzdem: Seit ihr mich am Tiefpunkt kennengelernt habt, haben wir uns nicht mehr persönlich gesehen. Ihr habt also wortwörtlich ein falsches Bild von mir im Kopf — und dieses Bild stelle ich nicht nur textlich gerade, sondern auch bildlich. 2024 bin nicht ich — das bin ich.
Nachdem ich also das Kosovo-Kapitel erfolgreich hinter mir gelassen habe, und in der Erholungszeit meine physischen und persönlichen Ziele alle erreicht habe, packt mich jetzt der berufliche Ehrgeiz wieder. Seit Januar bin ich zurück im Workaholic-Modus. Und nicht trotz meiner Rückschläge, sondern WEGEN meiner Rückschläge: stärker denn je, erfahrener denn je, zielstrebiger denn je. Mein Batteriespeicher ist maximal geladen. 10–12 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche, mit allen Fleißaufgaben drum herum. Das hat auch einen weiteren Grund, den ihr schon kennt: Wie ihr wisst, habe ich aus meinem Konkurs noch erhebliche Verbindlichkeiten zu stemmen, die ich als regulärer Mitarbeiter ein Leben lang nicht verdienen, geschweige denn tilgen könnte. An dem Punkt, an dem ich gerade stehe, habe ich also zwei Wege vor mir:
Weg A
Schuldenlast ignorieren
Der EU ein Leben lang fernbleiben. Ein gemütliches Leben führen, wie ich es 2025 gelebt habe — stabiles, gutes Einkommen, gute Work-Life-Balance, kein Druck. Funktioniert. Wäre angenehm. Ist eine reale Option.
Weg B · gewählt
Schuldentilgung jetzt aktiv angehen
Zurück in den Workaholic-Modus, in dem ich mich ohnehin sehr wohl fühle. Aktiv daran arbeiten, wieder auf mein vorheriges Level zu kommen — und meine Lebenskurve weiterhin steil nach oben zu entwickeln.
Ich habe mich für Weg B entschieden. Was ich mir wünsche, ist, dass ihr die Chance darin seht — dass dieser Weg uns alle nach vorn bringt, euch beide und mich. Nicht ich auf eurem Rücken, nicht ihr auf meinem. Parallel. Das ist die Verbindung, die ich euch vorschlage.
Erstes Quartal Realität · 2026 · Stand 13.05.
Seit Januar verteilt ihr die Leads erstmals gleichmäßig an Philip und mich. Ein Jahr lang habt ihr es mir nicht geglaubt, dass sich das für euch lohnt trotz meiner Provision — die Annahme war, dass Philips Festgehalt „genutzt" werden soll, deshalb habe ich nur den Überschuss erhalten. Es musste erst genug Lead-Volumen reinkommen, um euch jetzt zu beweisen: ich hatte Recht. Hier sind die ersten vier Monate 2026 plus zwei Mai-Wochen:
|
Julian |
Philip |
Δ |
| Wins |
38 |
30 |
+8 |
| Σ Umsatz (VK netto) |
1.120.315 € |
667.267 € |
+68 % |
| Σ Deckungsbeitrag ² |
386.910 € |
234.691 € |
+65 % |
| − Closer-Kosten ³ |
63.858 € |
29.879 € |
2,14× |
| Σ MS-Reingewinn ¹ |
323.052 € |
204.812 € |
+58 % |
In gut vier Monaten erwirtschafte ich Mission Solar 118.241 € mehr Reingewinn als Philip — bei gleicher Lead-Basis, trotz Closer-Kosten, die bei mir 2,1× so hoch sind wie bei ihm. Auf jeden Euro Provision, den ihr mir mehr zahlt, kommen euch im Schnitt 3,48 € Mehr-Reingewinn netto zurück.
Noch Fragen?
Keine Sorge — wir gehen hier später tief in die Details, prüfen jede Variable, schauen jeden Termin einzeln an. Das ist nur der Teaser, um eines gleich zu Beginn klarzustellen:
Es ist nicht meine Provision, die ihr euch „nicht leisten" könnt.
Es ist mein Wegfall.
Dieser Mehrgewinn ist kein Zufall. Er beruht auf drei Variablen, die sich exakt messen lassen — Cross-Selling-Fähigkeiten, Hartnäckigkeit bei alten Deals. Und allen voran: die Win-Rate. Die goldene Zahl jedes Closers — die Zahl, an der wir uns messen, weil sie alle anderen mitsteuert.
Schauen wir sie uns an. Bei Philip. Bei mir. In der ganzen Branche.
Was diese Mission-Solar-Zahlen nicht zeigen
Die Pipedrive-Zahlen oben — 38 Wins, 1.120.315 € VK netto, Stand 13.05.2026 — habe ich nebenbei erwirtschaftet. Parallel habe ich ein zweites Standbein in der Förderungsberatung in Deutschland aufgebaut. In den letzten 6 Wochen habe ich dort weitere 420.000 € Umsatz erwirtschaftet — also parallel zum absoluten Rekordmonat bei euch! Ihr sollt damit sehen: Wir sitzen zu dritt am Erwachsenen-Tisch.
Und das ist nicht das erste Mal, dass ich diese Verdienst-Größenordnungen sehe. 2025 habe ich im Coaching-Ticket-Verkauf umgerechnet fast 800 € pro Stunde verdient (natürlich nicht 8 h täglich — die Leads waren leider sehr begrenzt). Die Phase war leider kurz: der Geschäftsführer hat sich aus privaten Gründen zurückgezogen. Es waren nicht die Umsätze, die ausgeblieben sind — er ist mit 23 Jahren als Self-made-Millionär ausgestiegen.
Damals habe ich mit einer Auswertung ähnlich dieser hier meine Provision nahezu verdoppelt — von 10 % auf 18 %. Nach einem Monat Resume konnte ich aufzeigen, dass meine Quoten im Vergleich zum anderen Closer diese Provision wert sind. Genau dasselbe hatte ich damals für Mission Solar auch vor — nur fehlten mir die Werkzeuge, das so handfest mit Zahlen zu belegen, wie ich es jetzt kann. Der Mission-Solar-Fall ist um ein Vielfaches komplexer, weil mehr Faktoren mitspielen — aber die Logik ist dieselbe.
Seit 2025 weiß ich also: Ich bin viel mehr wert, als ihr mir zahlt. Seit diesem Dossier, wisst ihr es auch. Seit letztem Jahr wusste ich, dass es ein Fehler ist, mir nicht mehr Leads zu geben. Seit heute, wisst ihr es auch. Deshalb ist es an der Zeit, das neu zu kalibrieren.
Meine Motivation ist also nicht nur die hohen Schulden, die ich aus den letzten Jahren mit mir trage. Das ist eine Last, ja, und sie ist ein Treiber. Aber sie ist nicht der Hauptmotor. Mein Hauptmotor ist: Ich will es wissen. Ich will etwas erreichen. Ich bin hungrig. Ich arbeite gerne. Ich bin genauso getrieben wie du, Christoph. Ich habe dieselben Ziele und Erwartungen ans Leben wie du, Stefan. Wir sind aus derselben Sorte gemacht — und genau deshalb verhandeln wir jetzt auch wie drei Unternehmer, nicht wie Chef und Mitarbeiter.
Drei Unternehmer · der Schluss-Frame
Drei Unternehmer auf Augenhöhe
Noch etwas Persönliches: Was wir drei aus den Augen verloren haben und mir zuletzt durch Christophs Wortwahl in Erinnerung gerufen wurde: Ich bin zwar Teil dieses Teams, aber ich bin kein Mitarbeiter von Mission Solar — ich agiere als externer Dienstleister. Christoph, du bist großartig als Chef, das habe ich oben schon gesagt. Aber du bist nicht mein Chef. Ich bin selbstständiger Unternehmer, so wie ihr beide es seid. Mit allen Risiken, allen Vorteilen, allen Nachteilen. Euer Geschäft sind Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen. Mein Geschäft ist das Closing. Und genauso herausragend wie ihr in eurem Bereich seid, bin ich es in meinem. Eure Zahlen belegen das. Meine Zahlen belegen es auch.
Keiner von uns dreien ist Bittsteller. Keiner hat das letzte Wort. Was ich euch in den nächsten Akten vorlege, ist kein Antrag, den ihr genehmigt oder ablehnt. Es ist ein Vorschlag eines Unternehmers an zwei andere Unternehmer. Ihr dürft alles infrage stellen, ich darf alles begründen. Wir kommen am Ende auf eine Zahl, mit der wir alle drei weiterarbeiten können — oder wir kommen nicht zusammen. Beides ist okay.
Entweder wir gewinnen alle, oder wir verlieren alle. Das hier ist kein Machtkampf. Kein „wer sitzt am längeren Hebel". Wir profitieren voneinander — oder eben nicht. Ich wünsche uns aber, dass wir gemeinsam gewinnen und weiter so stark wachsen, wie wir es — als Team — bisher getan haben.
Ab hier auf Augenhöhe.
Können wir uns darauf einigen?
Ein expliziter Klick. Kein Navigations-Trick — ein Commitment, das ihr kurz verinnerlicht, bevor ihr drauf klickt.
Akzeptiert
→